Frank W. Haubold

Schwarz

Wo bin ich?
Noch immer orientierungslos, versuchte Martin die Augen zu öffnen.
Nichts.
Doch es war weniger die anhaltende Dunkelheit, die Martin schockierte, als vielmehr die Tatsache, daß er seine Augen nicht spüren konnte. Er fühlte weder das Gewicht seiner Augenlider, noch war er imstande, sie zu bewegen.
Einen Augenblick lang glaubte er das vertraute Licht der roten Leuchtziffern der Uhr auf seinem Nachttisch zu sehen, doch die Vision verschwand ebenso schnell, wie sie aufgetaucht war.
Ich bin blind, dachte Martin in einem Anflug von Panik und begriff im gleichen Augenblick, daß der fehlende Kontakt zu seinen Augen nur Teil einer wesentlich tiefgreifenderen Veränderung war. Einer Veränderung, die so unfaßbar war, daß er sich weigerte, sie zu akzeptieren.
Vielleicht träume ich auch nur, versuchte er sich zu beruhigen. Doch sein präziser Verstand machte auch diesen vagen Hoffnungsschimmer sofort zunichte. Bisher waren Martins Träume stets durch ein Zuviel an Bildern und Ereignissen gekennzeichnet gewesen. Visionen, die ihren Ursprung in seinem Unterbewußtsein hatten und Spiegelbild seiner Hoffnungen und Ängste waren. Wobei die Ängste allerdings schon seit Jahren dominierten. Nicht erst seitdem die Zentrale den verstümmelten Funkspruch mit der Warnung vor einem neuen Angriff aufgefangen hatte. Doch welchen Sinn sollte ein Traum machen, der buchstäblich aus Nichts bestand?
Was also war mit ihm geschehen?
Martin erinnerte sich an eine Geschichte, die er vor vielen Jahren gelesen hatte. Sie handelte von einem Experiment, bei dem man eine Kammer mit einer konzentrierten Salzlösung gefüllt hatte, so daß die Testpersonen schwerelos an der Oberfläche schwebten. Dann hatte man ihre Gesichter mit einem dünnen Wachsfilm überzogen, der nur ein Loch für ein Röhrchen besaß, durch das die Teilnehmer atmen konnten.
Sie konnten atmen!
Nicht daß Martin in diesem Augenblick das Bedürfnis dazu verspürt hätte, ganz im Gegenteil. Es schien, als habe er vergessen, wie man atmet. Es war unglaublich. Fünfzig Jahre lang hatte Martin mehr oder weniger unbewußt ...zigmal in der Minute ein- und ausgeatmet, und jetzt wußte er nicht einmal mehr, wie er es angestellt hatte!
Wie dem auch sei, die Testpersonen in Martins Geschichte hatten gewußt, wo sie sich befanden, sie konnten atmen und - wenn auch durch das Wachs eingeschränkt - Geräusche und Helligkeitsveränderungen wahrnehmen. Und dennoch hatten selbst die Robustesten den Verlust des Gefühls und des Zeitbezugs nicht länger als ein paar Stunden ausgehalten.
Wie lange würde Martin durchhalten?
Er hatte keine Ahnung, wo er sich befand. Das Nichts, das ihn umgab, bedeutete nicht nur völlige Dunkelheit, sondern umfaßte zudem den vollständigen Verlust seiner Körperlichkeit. Was nicht heißen mußte, daß Martin keinen Körper mehr besaß. Vielleicht hatte er nur den Kontakt zu ihm verloren? Vielleicht pumpte auf irgendeinem OP-Tisch eine Herz-Lungenmaschine sauerstoffgesättigtes Blut in seinen gefühllosen Körper? Hatte er einen Unfall erlitten? Lag er im Koma? War er vielleicht gar ...
Tot?
Das nun wohl auch nicht. Martin war kein besonders religiöser Mensch, aber er hatte Dr. Moodys Buch mit Berichten von Leuten gelesen, die schon einmal so gut wie tot gewesen waren. Zwar allesamt Yankees - was in Martins Augen (wieso eigentlich Augen?) ihre Glaubwürdigkeit entschieden einschränkte, dennoch hatte keiner dieser Leute etwas von einer körperlosen Existenz in vollständiger Dunkelheit berichtet. Wäre sonst wohl auch nicht so gut verkauft worden, dachte Martin mit einem Anflug von Sarkasmus, ein weiteres Indiz dafür, daß er in gewisser Beziehung noch ganz der Alte war ...
Martins Skepsis den Nordamerikanern gegenüber hatte sehr reale Hintergründe. Immerhin war es ein amerikanischer Marschflugkörper gewesen, der die große Moschee in Mekka mit der Kaaba zerstört und damit den Djihad ausgelöst hatte. Jenen nuklearen Vernichtungsfeldzug, der letztlich dazu geführt hatte, daß die extrem wasserarmen Mondkolonien die letzte Bastion der sogenannten westlichen Welt darstellten. Es hatte beinahe übermenschliche Anstrengungen gekostet, auf dem unwirtlichen Erdtrabanten ein Verteidigungssystem zu installieren, das den selbstmörderischen Angriffen der Fedayin-Verbände zumindest für den Augenblick gewachsen war. Auch wenn die lunare Abwehr in den letzten Jahren mehrere Angriffe des Shariats ohne nennenswerte Verluste zurückgeschlagen hatte, war sich Martin im klaren darüber, daß der übermächtige Gegner nicht aufgegeben hatte und auch nie aufgeben würde.
Mein Langzeitgedächtnis ist also noch in Ordnung, dachte Martin, doch wie jetzt weiter?
Eine Frage, auf die es keine Antwort gab, denn sein Bewußtsein trieb noch immer orientierungslos durch die undurchdringliche, unfaßbare Dunkelheit. Ohne Augen, ohne Ohren, ohne Gefühl ...
Ich muß systematisch vorgehen, versuchte Martin sich zu beruhigen, dann komme ich schon irgendwie dahinter, wie ich hierher geraten bin.
Der erste Hürde, die Klärung seiner Identität, meisterte Martin noch mit Bravour: Leutnant Martin Rothenbach, Offizier der lunaren Abwehr. Zuständigkeitsbereich: Technische Sicherstellung der Radar-, Maser- und Gravitationswellenaufklärung.
Na, also!
In den nächsten Minuten versuchte Martin, sich an die Daten der letzten Routineüberprüfungen zu erinnern. Nichts. Ein deprimierendes Ergebnis für jemanden, der für die Sicherheit von mehr als zwölftausend Kolonisten mitverantwortlich war.
Szenen aus seinem täglichen Dienstablauf tauchten ebenso rasch auf, wie sie verschwanden, ohne daß er sie zeitlich einordnen konnte.
»Du stehst unter Schock«, bemerkte ein mitfühlende Stimme. »Deshalb kannst du dich nicht erinnern.«
Erschrocken fuhr Martin zusammen. Er kam sich vor wie jemand, der sich seit Stunden in einem dunklen Eisenbahnabteil allein unterwegs glaubt und plötzlich aus nächster Nähe angesprochen wird.
»Wer bist du?« da Martin auch das Sprechen verlernt hatte, blieb nur die Hoffnung, daß sein unsichtbarer Gesprächspartner ihn auch ohne Worte verstehen konnte.
»Jemand, der schon vor dir hier war«, erwiderte die Stimme gelassen. »Vielleicht kann ich dir helfen.«
»Wo bin ich?«
»Zuerst mußt du deinen Schock überwinden und dich erinnern. Es ist sehr wichtig, Martin.«
»Woher kennst du meinen Namen?«
»Weil dein Bewußtsein offen wie ein Buch ist. Das ist gefährlich, nicht wegen deines Namens, sondern wegen anderer Dinge, die besser geschützt sein sollten.«
»Du sprichst in Rätseln!«
»Es werden keine Rätsel mehr für dich sein, wenn du begriffen hast, wo wir uns befinden.«
»Wer bist du?!« Martin war fest entschlossen, sich nicht länger hinhalten zu lassen.
»Ronald Merriner, bis vor ein paar Tagen Wartungsingenieur bei SPACE-COM, verantwortlich für die Instandsetzung defekter Nachrichtensatelliten.«
»Auf der Erde?« Martin wollte es nicht glauben. »Ich dachte, die wären alle zerstört worden?«
»Bis auf jene, die das Shariat für seine eigene Logistik benötigt«, bestätigte die Stimme emotionslos. »Und irgendwie mußte ja auch der Kontakt mit der Invasionsflotte gehalten werden ...«
Eine flüchtige Idee setzte sich in Martins Hirn fest und wurde zur Gewißheit: »Dann warst du es also, der uns gewarnt hat?!«
»Ich habe es zumindest versucht ...« Das klang weniger selbstbewußt als traurig.
»Donnerwetter, Ron - Ich darf dich doch Ron nennen?«
»Sehr gern, Martin.«
»Du hast sie mit einem ihrer eigenen Nachrichtensatelliten gelinkt, und sie haben dich nicht erwischt?«
»Sie haben mich erwischt, Martin.« Die Stimme klang ein wenig verlegen.
»Das verstehe ich nicht, Ron. Die Fedayin haben dich erwischt und am Leben gelassen?!«
»Nein, das haben sie nicht, leider«, sagte die Stimme unglücklich.
Einen Augenblick lang war Martin zu keinem klaren Gedanken fähig.
»Dann bist du - sind wir - also tot? Aber wir reden doch miteinander ...«
»Reden würde ich es nicht nennen. Wir kommunizieren miteinander - das ist etwas anderes.«
»Dann weißt du auch nicht, wo wir uns hier befinden?«
»Doch, das weiß ich. Aber du würdest mir nicht glauben.«
»Dann sind wir also tot«, wiederholte Martin in der Hoffnung, daß die Stimme ihm widersprechen würde.
Schweigen.
Martin fror plötzlich. Es war kein körperliches Unbehagen, sondern Resultat einer Erinnerung, die bruchstückhaft in kaleidoskopartigen Bildern in sein Bewußtsein eindrang.

-

Er sah die Konsole seiner Raumkapsel vor sich und die gleißende Metalloberfläche des Beobachtungssatelliten. Die Erinnerung wurde jetzt deutlicher: Er war mit dem Auftrag gestartet, die defekte Sensoreinheit des Satelliten auszutauschen, aber irgendwie war es nicht dazu gekommen ...
Martin war so in die Steuerung des Roboterarme vertieft gewesen, daß er das plötzliche Auftauschen des fremden Raumschiffes nicht einmal bemerkt hatte. Erst das Aufheulen des Alarmsignale hatte ihn mit der Tatsache konfrontiert, daß es sich bei dem Eindringling um einen Raumkreuzer der Delta-Klasse handelte, dessen Traktorstrahl seine Raumkapsel bereits erfaßt und damit jede Flucht unmöglich gemacht hatte.
Die Anweisungen für Zwischenfälle dieser Art waren eindeutig, und so hatte Martin keinen Augenblick gezögert, die Schutzfelder des Reaktors zu deaktivieren und den Schleudersitz zu betätigen. Durch die Wucht der Beschleunigung wurde ihm sekundenlang schwarz vor Augen, dennoch war er imstande, das grandiose Schauspiel der in einem feurigen Blütenmeer explodiernden Raumkapsel zu verfolgen. Doch seine Genugtuung war nicht von langer Dauer gewesen. Die unwiderstehliche Kraft eines gebündelten Feldes hatte seinen Körper erfaßt und drängte ihn in Richtung des feindlichen Raumschiffes. Verzweifelt feuerte Martin Ladung um Ladung aus seiner Rückstoßpistole ab, ohne die verhängnisvolle Annäherung auch nur im geringsten aufhalten zu können. Wie hypnotisiert starrte er auf das sich sternförmig öffnende Maul der Ladeluke des Raumkreuzers, das jetzt nur noch wenige Meter von ihm entfernt war. Sein Entschluß stand fest. Lebend würden sie ihn nicht bekommen. Unbeholfen richtete er den Lauf seiner Waffe gegen die Panzerung seines Raumanzugs und feuerte. Etwas blitzte silbern auf, dann verlor er das Bewußtsein ...

-

Ich habe es also nicht geschafft, dachte Martin deprimiert und begann zu ahnen, was die Stimme ihm hatte mitteilen wollen ...
Offenbar befand er sich - ebenso wie sein geheimnisvoller Gefährte - in der Gewalt der Angreifer. Wie sein Gefängnis aussah und was aus seinem Körper geworden war, wagte sich Martin nicht vorzustellen. Er wußte nur, daß die Kolonie in furchtbarer Gefahr war ...
»Jetzt weißt du also Bescheid«, meldete sich Rons Stimme erneut. Sie schien nicht sehr beunruhigt zu sein.
»Die Codes. Sie dürfen nicht an die Passivierungsschlüssel herankommen«, dachte Martin in einem Anflug von Panik. »Ohne den Schutz der Außenforts ist die Kolonie verloren ...«
»So etwas Ähnliches habe ich befürchtet«, bemerkte die Stimme nachdenklich. »Viel Zeit bleibt uns wahrscheinlich nicht mehr.«
»Was können wir nur tun?« fragte sich Martin verzweifelt.
»Ich habe mich ein wenig umgesehen und glaube, daß es eine Möglichkeit gibt«, begann die Stimme zögernd.
»Aber es gibt einen Haken«, dachte Martin mit plötzlicher Klarheit. »Und dieser Haken hat mit mir zu tun.«
»Ja, Martin«, bestätigte die Stimme kummervoll. »Sie werden mit allen Mitteln versuchen, an die Codes heranzukommen. Ich bin dagegen im Moment völlig unwichtig für sie.«
»Sie werden mir also wehtun?«
»Ich fürchte, ja«
»Und es gibt nichts, was wir dagegen tun können?«
»Nichts, was du dagegen tun könntest.«
»Ich kann nicht einmal ohnmächtig werden oder sterben?«
»Solange sie nicht die Geduld verlieren, nein.«
»Was wirst du tun?«
»Ich dürfte es dir nicht sagen, selbst wenn ich es wüßte.«
»Ich verlasse mich auf dich, Ron. Geh jetzt.«
»Leb wohl, Martin«, flüsterte die Stimme so leise wie ein Hauch.
Obwohl Martin keine Augen mehr besaß, hatte er nach Rons Verschwinden den Eindruck, daß die Dunkelheit um ihn herum noch dichter geworden war. Er fühlte sich wieder so allein und hilflos wie in den ersten Minuten seiner neuen Existenz.
Sekunden später signalisierte ein häßliches Knirschen in seinen Ohren, daß die Zeit seiner Prüfung gekommen war ...

-

Martin wußte nicht, wie lange das Verhör schon dauerte.
Er hatte die erstaunliche Entdeckung gemacht, daß die Erwartung des Schmerzes wesentlich unangenehmer war als der Schmerz selbst. Wenn die weißglühenden Wellen sein Bewußtsein überfluteten, verspürte er weder Furcht noch Hoffnung. Es gab nur noch den Schmerz und ihn, und solange diese Qualen andauerten, konnte Martin nichts verraten. Wirklich schlimm waren nur die endlosen Pausen zwischen den immer gleichen Fragen seiner Peiniger und der darauffolgenden Strafe für sein Schweigen. Er war nie in der Lage, Intensität und Dauer des Schmerzes vorherzusehen, und allmählich spürte er, wie seine Kräfte ihn verließen. Noch hielt das gedankliche Gebäude stand, das er wie einen Schutzschild vor seinem wertvollerem Wissen aufgebaut hatte. Es war eine leicht einzuprägende Eröffnungsstellung, die er in der Vergangenheit schon dutzendfach gegen sein Lieblings-Schachprogramm gespielt hatte. Wenn der Schmerz ihn freigab, konzentrierte er sich sofort wieder auf den nächsten Zug, so daß er gar nicht in die Verlegenheit kam, über die Kolonie, die Außenforts oder gar die Sicherheitsmaßnahmen nachzudenken. Doch ganz allmählich begann die dreidimensionale Darstellung des Schachbretts zu verblassen, und Martin wußte, daß ihm nicht mehr viel Zeit blieb ...

-

Das Ende kam völlig unvermittelt. Martin war so erschöpft, daß er nicht einmal mitbekam, daß die Fragen seiner Peiniger plötzlich in panische Schreie übergegangen waren. Auch das tiefe Fauchen der aus dem Schiffsrumpf entweichenden Luft registrierte er zunächst nur unbewußt. Erst das synchrone Aufheulen der Alarmsirenen riß ihn aus seiner Erstarrung.
Martin besaß keine Augen mehr, und so blieb ihm der Anblick des blutigen Endes der Besatzung der »Prince of Persia« erspart. Bläulich verfärbte Finger zuckten in Agonie über blockierte Tastaturen, Augäpfel quollen wie weiße Tumoren aus den Höhlen, während die Sterbenden die gefrorenen Reste ihrer Lungen erbrachen. Eine unsichtbare Faust riß die erstarrten Körper mit sich und beförderte sie mit den letzten Resten atembarer Luft in die kalte Unendlichkeit des Raumes.

-

Als sich die Außenschotts endlich zischend schlossen, befand sich kein atmendes Wesen mehr auf der »Prince of Persia«.
Und doch war das Schiff nicht führerlos.
Irgendwo, tief in den endlosen Speicherbänken des Bordrechners, existierten noch immer die beiden körperlosen Abbilder ehemals menschlichen Bewußtseins.
»Ron?« flüsterte Martin lautlos.
»Hier bin ich, Martin«, meldete sich eine sehr unternehmungslustig klingende Stimme.
»Das war ziemlich knapp, Ron.«
»Ich weiß, Martin. Du warst sehr tapfer.«
»Was wird jetzt aus uns werden?«
»Wie meinst du das, Martin?«
»Werden wir zurückkehren, auf den Mond, meine ich?«
»Braucht uns dort jemand, oder sind wir irgend jemandem etwas schuldig?«
Darüber mußte Martin erst nachdenken. Dann stand seine Entscheidung fest.
»Wie lange wird der Treibstoff reichen, Ron?«
»Länger, als du dir vorstellen kannst. Die »Prince of Persia« war ein Forschungsschiff der NASA, bevor das Shariat sie in die Finger bekommen und zum Kreuzer umgebaut hat. Sie besitzt noch immer einen Interstellarantrieb und beinahe unerschöpfliche Energiereserven. Dieses Schiff ist für die Ewigkeit geschaffen.«
»Wie wir, Ron.«
»Wie wir, Martin.«
Während Ronald sich mit dem Zentralcomputer beschäftigte, flossen Martins Gedanken träge und ziellos dahin. Bis ihm noch etwas einfiel:
»Du, Ron?«
»Ja, Martin?«
»Das Schiff hat doch sicher eine Menge Teleskope und Außenkameras ...«
»Ich glaube, ich weiß, was du meinst, Martin.«
»Danke, Ron.«
»Keine Ursache, Martin. Du wirst Dinge sehen, die noch kein Mensch vor dir gesehen hat.«
Beinahe unmerklich korrigierte die »Prince of Persia« ihren Kurs und verließ die Angriffsformation der Raumflotte. Mit jedem Sekundenkilometer, den ihre Geschwindigkeit zunahm, verstärkte sich die Kraft ihrer Wasserstoff-Ionen-Antriebs, bis sie schließlich wie ein leuchtender Pfeil in die Unendlichkeit eintauchte.

© 1999 by Frank W. Haubold

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