|
Dieses Weich.
Du weisst es ja. Du kennst es ja auch. Ich, der immer lange fernsehende. Du, die immer früh schlafende. Doch es war schön. Schön wie Du da lagst. Sanft sich rhythmisch Dein Brustkorb bewegte. Leise - ganz leise Dein flacher Atem. Zierlich Dein Gesicht im Kissen lag. Dein rotes Haar indem sich der Mond schimmernd spiegelt. Deine niedliche Stupsnase. Deine zarten Lippen. Ich Dir dann vorsichtig über die Wange streichelte. Du Dich dann in die Decke genestelt hast. Nicht wach und doch so da - so nah. Und alles war weich. Weich, wie es nie beschreiben konnte. Weich warst Du. Das was ich immer gesucht habe. Dieses Weich. Dieses Weich. Einfach anschauen. Das habe ich oft getan. Einfach nur geschaut. Nur Geschaut. Soviel passierte in dieser totalen Ruhe. Doch Du hast es verschlafen. Und Ich habe nur geschaut. Und alles war weich. So weich. So weich. So weich. Diese Nächte waren es was mich glücklich machte. Was mich auf den Morgen freuen liess. Nicht der Mond - sondern Du. Kein Sonnenaufgang - keine Vogelkonzert. Kein Hellerwerden - kein Aufwachen. Kein Tag - Kein Garnichts. Nein. Du. Du und dieses Weich. Das hat den Tag ausgemacht. Und das war es auf das man sich Tags freuen durfte Und das war es was die Nacht so schön gemacht hat. Immer Nachts hattest Du dieses Weich was ich immer gesucht habe. Dieses Weich was ich immer gesucht habe. Dieses Weich. Dieses Weich was ich nie beschreiben konnte. Dieses Weich. Die Stille der Nacht - Du und dieses Weich. Jede Nacht wäre es wert gewesen einfach nicht zu schlafen. Jede Nacht einfach nur Dich anschauen. Jede Nacht voller Dir. Jede Nacht voller Weich. Immerwieder habe ich nur geschaut. Und immer wieder hast Du nur geschlafen. Es war so gut - so friedlich. So genial einfach und doch unbeschreiblich. Einfach nur gut. Du und dieses Weich. Du warst Weich. So Weich. So Weich. Schön, Warm und Weich. Du und dieses Weich. Hätte ich gewusst das dies die letzte Nacht ist. Ich hätte keine Minute geschlafen. Du hättest es verschlafen. Und Ich hätte nur geschaut. Mein Leben lang werde ich nach Dir und diesem Weich suchen.
Verluste.
Erst gingst Du und Ich zog aus um Freiheit zu erfahren. Freiheit zu fühlen. Freiheit zu leben Doch ich fand nichts. Das Nichts. Man könnte denken daß das Nichts eigentlich nicht viel sei, doch es scheint mir tages- gar lebensfüllend.
Dann Du! Und ohne Dich scheint alles so sinnlos. Ohne Euch. Und schon bekommt das Nichts einen Sinn. Als wäre das Nichts der Sinn des Lebens. Scheint so als müsse man erst das Nichts wieder füllen, doch schon merke ich wie mein Körper nachlässt. Einbricht und zusammenfällt und, erst schmerzte nur die Seele ein wenig, dann das Herz und plötzlich alles, der ganze Corpus. Purer und reiner Schmerz, in jeder Faser meines Daseins. Scheint als fehle mir die Kraft.
Doch jetzt, jetzt ist alles taub. Nur taub und taub und taub. Alles nur gefühllos alles nur taub. Näherung scheint Ekel zu erwecken, auch Schmerz und Taubheit. Wie Betäubt. Das ganze Leben eine einzige Betäubung. Warum tust Du mir das an? Ihr?
Nichts mehr da von der Wärme Nichts mehr da von den Farben. Alles Kalt Alles Schwarz-Weiss. Du fehlst. Du auch! Aber Du mehr. Kommt bitte zurück, wenigstens bitte einer von euch. Nur einer, nur einer. Einer wäre schon echt toll.
dieses gedicht ist meinem am 09.07.1999 verstorbenen vater gewidmet. ebenso wie meiner ex-freundin mo.
ungefragtes veröffentlichen verboten!© und ®hat der autor Bei fragen benutzen sie bitte die elektronische post
Frank Url nicht mehr gültig
|