Anne Elberg

Sonnenstrahlen
brechen sich in Tränen,
die
weiter unten
auf den harten Boden
fallen

Windböen
treiben Blätter vor sich her,
die
weiter weg
eine vage Erinnerung
bedecken

Herbstwolken
ziehen über Schultern hinweg,
die
weiterhin
unter dem harten Boden
liegen

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Ich will in die Weite

Die Enge schnürt mir die Luft ab
Nach Atem ringend
will ich um mich schlagen
doch dazu ist hier kein Platz

Ein Blick durch das Gitter
in die bunte Welt
mit all ihren Menschen
mit all ihrem Licht!

Ich will springen und tanzen
will schreien und kämpfen
will lachen und lieben
will laufen und fliegen

Wer baute nur diesen Kerker?
Wer setzte diesen eisernen Zaun?
Wer hat den passenden Schlüssel?
Die Enge quetscht mir die Glieder!

Ich will in die Weite
doch wann komm' ich frei?
Bin mir selbst immer wieder
Hindernis

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Unentrinnbares Sein

Tränen im Gesicht
vom Wind
der mich streichelt
und höher trägt

Du Welt voller Glut und Krieg
voller Pracht
bist so unbedingt
so unentrinnbar da

Meinen wütenden Haß
wandelst Du in Liebe
um mich dann erneut zu verletzen
und verwirrrt stehenzulassen

Kann Dich einfach nicht verstehen
so sehr ich um Erkenntnis ringe
so werde ich denn ohne das
Dich blauäugig bestaunen

Anne Elberg